Dr. Karl Vetter als Politiker: "Gscheit oder gar nicht"

14.12.2011

Abgeordneter war zu Gast bei Referendaren und Schülern des Wahlfachs „Politik und Zeitgeschichte" in der Realschule.

Bei einer gemeinsamen Unterrichtsstunde für die Referendare sowie die Schülerinnen und Schüler des Fachs „Politik und Zeitgeschichte" war der Landtagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher seiner Fraktion der Freien Wähler Dr. Karl Vetter zu Gast. Bereits zum wiederholten Male hatte er sich bereit erklärt, über seine Arbeit in München zu sprechen und sich auch den Fragen zu stellen, dabei ging es hauptsächlich um Bildungs- und Schulpolitik. Zunächst stattete der Abgeordnete dem Schulleiter Alexander Peintinger einen Besuch ab und konnte dabei erfahren, dass die Schule von der Ausstattung mit Lehrkräften her auf einem guten Stand ist. Vor allem kann sie als Seminarschule für Referendare, die den Beruf des Realschullehrers ergreifen wollen, auch auf diese zurückgreifen. Gerhard Hecht machte deutlich, dass bei der Auswahl der Politiker, die in dem genannten Fach zu Gast sind, auf einen gewissen Parteienproporz Rücksicht genommen wird.

In der kleinen Aula im Gebäude zwischen Berufsschule und dem „alten" Realschulgebäude warteten schon die Schüler und Referendare auf den Abgeordneten. Er berichtete von den ersten Sporen seiner politischen Laufbahn im Stadtrat von Cham und im Kreistag. Die Freien Wähler hätten ihn gebeten, für den Landtag zu kandidieren, auf Anhieb habe er den Sprung ins Parlament beschafft. Das sei auch für ihn selbst eine Überraschung gewesen, bekannte er. Anfangs, so berichtete Dr. Vetter, habe er noch geglaubt, neben der Abgeordnetentätigkeit weiter als Arzt praktizieren zu können, habe sich jedoch bald eines Besseren besonnen. „Politiker zu sein, das geht entweder gescheit oder gar net" war für ihn die Erkenntnis. Er fühle sich nicht in erster Linie der Parteiräson oder seine Fraktion verpflichtet, sondern als „Abgeordneter" des Landkreises Cham im Landtag im besten Sinne, dessen Interessen er möglichst gut und umfassend zu vertreten versuche. Dabei sei es sein Ziel, möglichst in allen Sachfragen nach seinem Gewissen abzustimmen. Auch wolle er versuchen, sein Wissen und seine Erfahrung als Mediziner in seine Arbeit mit einzubringen, dies könne er beispielsweise als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Dr. Vetter appellierte an die jungen Leute, in ihrem Umfeld und vielleicht auch einmal in der Politik Verantwortung zu übernehmen. „Ihr könnt die Dinge nur ändern, wenn ihr euch auch engagiert", machte er deutlich. Die Arbeit in der Opposition sei manchmal schon frustrierend, bekannte er freimütig. Oft würden durchaus sinnvolle Anträge von den Regierungsparteien ganz einfach abgeschmettert, um dann in leicht abgeänderter Form wieder aufzutauchen und dann angenommen zu werden. In der Diskussion ging es vor allem um die Schul- und Bildungspolitik. Dabei Stand die Frage im Vordergrund, wie es denn weitergehe mit den verschiedenen Schulformen, eine schlussendliche Antwort musste hier naturgemäß ausbleiben.

(Quelle: Bayerwald Echo)

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